Von der UWH versendete und dann veröffentliche Pressemeldungen

Meldung vom 23.3.2026 an die KN

Die Schlosskoppel ist nicht teilbar

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Heikendorf (UWH) bekräftigt ihre Haltung zur Zukunft der Schlosskoppel: Eine teilweise Bebauung bei gleichzeitiger parkähnlicher Gestaltung des übrigen Areals ist aus unserer Sicht keine tragfähige Lösung.

Bereits 2016 haben knapp 1.000 Unterschriften im Rahmen eines Bürgerbegehrens die 2014 angestoßene B-Planung der Schlosskoppel gestoppt. Seitdem sind die maßgeblichen Voraussetzungen zum Erhalt der Fläche aus Sicht der Initiatoren erfüllt worden. Für die UWH gilt deshalb weiterhin das politische Versprechen, die Schlosskoppel in ihrer Gesamtheit zu erhalten.

Aus Sicht der UWH sprechen insbesondere drei Gründe gegen eine Teilbebauung:

1. Kein überzeugender öffentlicher Nutzen für eine Ausnahme

Das Bundesnaturschutzgesetz und das Landesnaturschutzgesetz lassen unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen zu. Nach Auffassung der UWH liegen diese Voraussetzungen hier jedoch nicht vor. Insbesondere sehen wir kein überwiegendes öffentliches Interesse darin, eine exponierte Küstenfläche für wenige hochpreisige Wohnlagen in Anspruch zu nehmen. Angesichts des tatsächlichen Wohnraumbedarfs in Heikendorf und bundesweit liegt der Schwerpunkt heute auf bezahlbarem Wohnraum – nicht auf exklusiven Einzelgrundstücken in privilegierter Lage.

2. Teilung erzeugt auf Dauer Nutzungskonflikte

Aus unserer Sicht zeigt die örtliche Erfahrung, dass solche Kompromissmodelle langfristig nicht stabil sind. Wo hochwertige private Wohnnutzung unmittelbar an öffentliche Freiraumnutzung grenzt, entstehen regelmäßig Konflikte – etwa durch unterschiedliche Erwartungen an Ruhe, Nutzung, Pflege und Zugänglichkeit. Die Gefahr ist groß, dass der öffentliche Teil schleichend an Qualität, Offenheit oder tatsächlicher Nutzbarkeit verliert. Ein „halb öffentlich, halb privat“ angelegtes Modell birgt deshalb dauerhaft erhebliches Konfliktpotenzial.

3. Öffentliche Küstenräume müssen als Ganzes erhalten bleiben

Die Schlosskoppel ist nicht nur eine Einzelfläche, sondern Teil eines zusammenhängenden, landschaftlich und ökologisch sensiblen Küstenraums. Wird ein solcher Bereich aufgeteilt, verliert er seinen Charakter und seine Wirkung. Für die UWH geht es deshalb auch um eine grundsätzliche Frage kommunaler Verantwortung: Öffentliche Flächen an Küsten sind nicht beliebig ersetzbar. Werden sie Stück für Stück privatisiert oder baulich in Anspruch genommen, stehen sie dem Gemeinwohl dauerhaft nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung.

Mit Blick auf Natur, Landschaft und Erholungswert gilt aus unserer Sicht: Öffentliche Küstenabschnitte sollten in ihrer Gesamtheit unbebaut bleiben. Nur so sind sie auch künftig für alle Menschen frei erlebbar und zugänglich.

Ralf Möller, Fraktionsvorsitzender der UWH, erklärt dazu:

„Die Schlosskoppel ist aus unserer Sicht nicht teilbar. Ein Kompromiss, der Bebauung und öffentliche Nutzung nebeneinanderstellt, klingt auf den ersten Blick vernünftig, führt aber langfristig zu neuen Konflikten und zum schrittweisen Verlust öffentlicher Fläche. Wir stehen deshalb weiterhin für den vollständigen Erhalt dieses Küstenabschnitts. Besonders kritisch sehen wir in diesem Zusammenhang vom Investor avisierte Zuwendungen, da sie einen möglichen Sachentscheid schnell in ein anderes Licht rücken.“

 

Ralf Möller

Fraktionsvorsitzender UWH

Siehe auch unsere Veröffentlichung von 2021 hier: Krischansbarg ist zu groß

Und das wurde von den KN veröffentlicht:

Macht Investor Druck mit Zuwendungen?

Streit um Schlosskoppel in Heikendorf – Fraktionen uneinig über „Angebote“ eines möglichen Investors

 

Heikendorf. 

Die Schlosskoppel in Heikendorf könnte bebaut werden. Ein möglicher Investor steht bereit. Um das zu verhindern, üben Bürger mit einer Online-Petition Druck auf die Gemeindevertreter in Heikendorf aus. Diese könnten die Wiese mit einer Satzung unter Schutz stellen. Aber werden sie das auch tun?

 

Etwa 26.000 Quadratmeter Premiumfläche mit Blick auf die Kieler Förde: Die Schlosskoppel im Kitzeberger Villenviertel hat eine begehrte Lage. Sie ist eingerahmt von Knicks und den Überresten einer Steilküste. Derzeit dient sie als Pachtfläche für die Landwirtschaft.

Doch jetzt streiten ein möglicher Investor und Anwohner um die Fläche. Diese gehört dem Bund und wird über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verwaltet. Den Kieler Nachrichten gegenüber möchte sich das Unternehmen für Bauprojekte aus dem Kieler Raum derzeit nicht äußern.

Einige Fraktionen in Heikendorf machen jedoch keinen Hehl daraus, dass es bereits „Angebote“ gegeben haben soll. Beispiel CDU – Gemeindevertreter Thies-Peter Otzen erklärte: „Es hat Informationsgespräche gegeben, ja“, sagt er.

Auch die Wählergemeinschaft „Ideen für Heikendorf“ (IFH) lässt in einer Pressemitteilung durchblicken, dass es „Verhandlungen mit einem Investor“ gegeben habe. Die IFH ist der Meinung, „dass diese weitergeführt werden sollten“.

Worum geht es? Laut IFH-Fraktionssprecher Alexander Orth liege ein Angebot vor, zur Straße hin „aus etwa einem Drittel der Fläche“ Baugrundstücke zu machen. Die vorderen zwei Drittel zum Fördeufer würde der Investor laut IFH der Gemeinde überlassen und mit einem Fußweg erschließen.

„Dazu würde der Investor der Gemeinde einen nennenswerten Betrag für die Realisierung ihrer kommunalen Aufgaben zur Verfügung stellen“, sagt Alexander Orth.

Die IFH hält das Geldangebot für einen „nicht zu verachtenden Nebeneffekt“. Zugleich, so Orth, wäre der schützenswerteste Teil der Fläche im Besitz der Gemeinde, eine „behutsame Zugänglichkeit dieser außergewöhnlichen Fläche“ gesichert.

Orth: „Wenn ein nennenswerter, möglichst zweckgebundener Beitrag zum Neubau der Seebadeanstalt hinzukommt, stehen wir dem Ansinnen des Investors nicht entgegen.“ Die IFH würde allerdings eine Begrenzung auf maximal fünf Baugrundstücke fordern. Zudem die Erhaltung des Knicks sowie die Sanierung der Straße Schlosskoppel und die Anlage einer Fußwegeverbindung zum Fördewanderweg.

Auch CDU-Vertreter Thies-Peter Otzen sagt, er betrachte die Idee des Kaufinteressenten für die Schlosskoppel als „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. „Meines Erachtens wäre es unklug, die Idee lediglich einer Teilbebauung nicht weiter zu verfolgen.“

Die FDP betont, dass es mangels Beratung über den Vorschlag des möglichen Investors derzeit keine abschließende Position seitens ihrer Fraktion gebe. „Grundsätzlich stehen wir für eine offene Diskussion und eine transparente öffentliche Beratung aller Optionen“, sagt Fraktionsvorsitzender Gunnar Schulz.

Entscheidend werde sein, welche Lösung rechtlich Bestand habe und den größtmöglichen Nutzen für die Allgemeinheit schaffe. „Sollte eine Satzung vor Gericht keinen Bestand haben, besteht im schlechtesten Fall die Gefahr, dass die Fläche vollständig entzogen und der Öffentlichkeit gar nicht mehr zugänglich ist.“ Hintergrund: Die Bima hat bereits angekündigt, gegen eine Satzung zum Schutz der Wiese rechtlich vorgehen zu wollen.

Die Schlosskoppel, so Schulz, müsse für die Öffentlichkeit gesichert und nutzbar gemacht werden. „Wenn dieses Ziel nur im Zusammenspiel mit einem Investor erreichbar ist, sehen wir auch darin eine Option, die ernsthaft geprüft werden muss.“

Anders die Unabhängige Wählergemeinschaft Heikendorf (UWH). „Eine teilweise Bebauung bei gleichzeitiger parkähnlicher Gestaltung des übrigen Areals ist aus unserer Sicht keine tragfähige Lösung“, betont Fraktionsvorsitzender Ralf Möller.

Dafür nennt er drei Gründe: Bei einer Teilbebauung auf einer „exponierten Küstenfläche für wenige hochpreisige Wohnlagen“ mangele es an öffentlichem Interesse. Eine Teilung erzeuge Nutzungskonflikte. Zudem müssten Küstenräume als Ganzes erhalten bleiben.

„Für die UWH gilt deshalb weiterhin das politische Versprechen, die Schlosskoppel in ihrer Gesamtheit zu erhalten“, sagt Ralf Möller. Besonders kritisch sieht die UWH „vom Investor avisierte Zuwendungen“.

Die Sozialdemokraten finden, dass Heikendorf „keine weiteren Villen in Kitzeberg“ brauche, sondern „bezahlbaren Wohnraum in der Ortsmitte“. Fraktionsvorsitzende Beate Friedrichs-Heinemann versichert, dass die SPD einer Schutzsatzung für die Grünfläche zustimmen werde.

Bei den Grünen herrscht offenbar keine Einigkeit. „Wir lehnen eine Bebauung weiterhin mehrheitlich ab“, informiert Fraktionssprecher Olaf Bartels. Man hoffe, dass es seitens der Bima zu keiner Eskalation komme. „Eine Klage erscheint uns wenig zielführend.“

Quellenangabe: Ostholsteiner Zeitung vom 27.03.2026, Seite 27


Meldung vom 3.9.2025 an die KN

Die UWH begrüßt das Ausscheiden von Herrn Weigel. 

Zur Geschichte: Herr Weigel kam seinerzeit nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Goll über die Listenwahl in die Fraktion als Gemeindevertreter. Leider stellte sich sehr schnell heraus, dass er das Wahlprogramm der UWH (Unabhängige Wählergemeinschaft Heikendorf) und damit einer Mehrheit der Heikendorfer:innen nicht unterstützte, sondern seinen eigenen Weg verfolgt, der eher seiner Kreismitgliedschaft in der UWG (Unabhängige Wähler-Gemeinschaft) entspricht. Sein jetziges Ausscheiden ist formal sauber und folgerichtig und wird die UWH wieder zu einem verlässlichen Partner in der Gemeindearbeit machen, z.B. bei Entscheidungen zum Thema „Altersgerechtes Wohnen“ oder „Kreisgymnasium“.

 

Es ist formal sauber, weil er seinem Gewissen als Abgeordneter folgt. Für mich als UWH-Vorsitzender und unsere Fraktion ist es Betrug am Wähler. Die Heikendorfer haben schließlich die Menschen hinter dem UWH-Wahlprogramm gewählt und nicht die irgendwie geartete persönlichen Ansichten eines Kreistagsabgeordneten.

 

Der Zusammenschluss mit Herrn Orth als neue Fraktion ist insofern doppelter Betrug am Wähler, da auch Herr Orth zu Beginn der Legislaturperiode die SPD auf die gleiche Weise verlassen hat. 

Meine persönliche Meinung dazu: Zwei einsame alte Wölfe tun sich als Fraktion zusammen, um stärker zu sein. Ich bin gespannt, wie lange diese Konstellation hält, da ich sie beide nicht als besonders teamfähig erlebt habe. Und schließlich haben beide schon in der weiteren Vergangenheit gern die Parteien gewechselt haben. 

 

Ralf Möller

Fraktionsvorsitzender UWH 

Und das wurde veröffentlicht:

„Wir wollen gemeinsam etwas bewegen“

Rainer Weigel und Alexander Orth bilden neue Fraktion in Heikendorfs Gemeindevertretung – Das stößt auf Kritik

Heikendorf. Zuletzt waren sie Mitglieder von UWH und SPD, jetzt sind sie auf dem Weg in eine neue Wählergemeinschaft mit Namen „Ideen für Heikendorf“ (IFH): Rainer Weigel und Alexander Orth bilden seit Anfang August eine neue Fraktion in der Heikendorfer Gemeindevertretung. Das sorgt für Kritik aus den anderen Fraktionen.

Rainer Weigel und Alexander Orth sind Urgesteine der Kommunalpolitik. Seit Jahrzehnten sind sie auf der politischen Bühne aktiv: auf kommunaler und auf Kreisebene. Dass sie sich von Parteibüchern und Fraktionszwängen verabschieden, ist für beide nicht neu.

Zuletzt hatte sich Alexander Orth, der von 2013 bis 2018 ehrenamtlicher Bürgermeister von Heikendorf war, im Anschluss an die Kommunalwahl im Mai 2023 von der SPD verabschiedet. Ursprünglich hatte der damalige Fraktionsvorsitzende als Spitzenkandidat auf der Liste gestanden.

Dann sei ein Gegenkandidat ins Spiel gekommen, berichtet der Ex-Bürgermeister heute. „Das war Mobbing“, sagt Alexander Orth. Seinen SPD-Sitz habe er sich anschließend „einfach geklaut“. Mit diesem wurde er fraktionsloser Einzelkämpfer in der Gemeindevertretung.

Als solcher hatte er es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Unter anderem beschloss die Heikendorfer Gemeindevertretung, dass fraktionslose Mitglieder nicht mehr an Sitzungen des Ältestenrates teilnehmen sollten.

„Ich habe mir schon länger einen kommunalpolitischen Partner gewünscht“, sagt Orth. Mit Rainer Weigel wurde dieser nach vielen Gesprächen und ein paar Gläsern Bier gefunden. Weigel selbst erklärt, es habe Differenzen mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft in Heikendorf gegeben.

„Unabhängigkeit hat für mich einen unglaublich hohen Anspruch“, sagt Weigel, der weiterhin ein Mandat auf Kreisebene für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat. Besonders bei Bauthemen sei seine Meinung oft eine andere als die seiner Fraktionskollegen in Heikendorf gewesen.

Genau wie Orth nahm Weigel seinen UWH-Sitz mit. Die Unabhängige Wählergemeinschaft, die bislang zusammen mit der CDU zweitstärkste Kraft in Heikendorf war, verlor dadurch einen Sitz. Für Weigel und Orth kein Problem. Es sei letztlich egal, für welche Partei man seine Politik mache, meint Orth. „Wir wollen gemeinsam etwas für Heikendorf bewegen.“

Damit aus Sicht der neuen Fraktion Bewegung in die Entwicklung des Ortes komme, müsse sich in der Heikendorfer Kommunalpolitik grundlegend etwas ändern. „Wir müssen eine schlagkräftige Struktur finden“, betont Orth.

Wie könnte diese aussehen? „Unsere Fraktion wird sich Mühe geben, keine Anträge aus dem Bauch heraus zu stellen“, sagt der ehemalige Bürgermeister. Jeder Antrag müsse ein Papier beinhalten, das zeigt, wie ein Projekt funktionieren kann und wie es durchzurechnen ist.

Damit wollen die neuen Fraktionskollegen verhindern, dass teure Gutachten erstellt werden. Dass beide auch in strittigen Themen wie der Windenergie in Heikendorf (Weigel hatte zuletzt dagegen gestimmt, Orth dafür) Konsens finden, davon ist Alexander Orth überzeugt. „Nichts ist so verrückt, dass man nicht in Ruhe darüber diskutieren könnte.“

Die UWH-Fraktion sieht das anders. „Ich bin gespannt, wie lange diese Konstellation hält, da ich sie beide nicht als besonders teamfähig erlebt habe“, urteilt Fraktionsvorsitzender Ralf Möller.

Grundsätzlich begrüßt er das Ausscheiden von Rainer Weigel aus der UWH, der als Nachrücker über die Liste in die Heikendorfer Gemeindevertretung gekommen war. „Leider stellte sich schnell heraus, dass er unser Wahlprogramm nicht unterstützte, sondern seinen eigenen Weg verfolgte“, schreibt Möller in einer Presseerklärung.

In Teilen der UWH sei man enttäuscht, dass Weigel sein Mandat im Zuge seines Austritts nicht an die Wählergemeinschaft zurückgegeben hat. Die Fraktion betrachtet diesen Schritt als „Betrug am Wähler“.

Möller blickt jedoch positiv in die Zukunft. „Sein jetziges Ausscheiden ist formal sauber und folgerichtig und wird die UWH wieder zu einem verlässlichen Partner in der Gemeindearbeit machen.“

Schelte gibt es auch von der SPD. „Der jetzige Zusammenschluss von Alexander Orth mit einem ehemaligen Mitglied der UWH zu einer neuen Fraktion ist keine demokratische Errungenschaft, sondern ein Alleingang aus Einzelinteressen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Beate Friedrichs-Heinemann.

Die FDP Heikendorf zeigt sich enttäuscht. „Das ist ein klarer Bruch mit dem Wählerwillen“, urteilt Fraktionsvorsitzender Gunnar Schulz. Die Menschen hätten für eine bestimmte politische Ausrichtung gestimmt und bekämen jetzt etwas anderes serviert. „Wer so handelt, untergräbt das Vertrauen in die Demokratie.“

Auch Bürgervorsteherin Nicola Specker von den Grünen, die die Sitzungen der Gemeindevertretung in Heikendorf leitet, findet klare Worte. „Es wird zukünftig nicht einfacher, Mehrheiten zu generieren“, sagt sie. Auch fürchtet sie um die gute Stimmung in Heikendorf. „Die Mauer gegen rechts bröckelt.“ Rainer Weigel habe schon öfter mit der AfD zusammen abgestimmt.

Quellenangabe: Ostholsteiner Zeitung vom 04.09.2025, Seite 27


Meldung vom 21.2.2023 an die KN

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Heikendorf (UWH) wählt ihre Kandidaten für die Kommunalwahl

Am 19. Februar 2023 hat die UWH im Restaurant Wildgarten ihre Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2023 aufgestellt und gewählt. 

Für die Listenplätze der Direktkandidaten, sowie die Wahlkreise wurden bekannte wie auch neue Gesichtern gefunden und gewählt.

Als Spitzenkandidat geht Ralf Möller ins Rennen, gefolgt von Christiane Enders, die beide schon als bürgerliche Mitglieder in der UWH mitarbeiten. Mit Rainer Weigel kommt ein Kreistagsabgeordneter der UWG zurück, um in Heikendorf mitzugestalten. Auf den nachfolgenden Listenplätzen sind Dr. Oliver Müller, Regina Bothur, Heidi Steenbeck, Ludwig Dümpelmann, Bianca Thode, Dr. Ulrich Goll, Henriette Ahlers, Barbara Lukoschek und Peter Enders.

In den Wahlkreisen treten an:

201 Süd: Regina Bothur und Bianca Thode

202 Mitte: Ludwig Dümpelmann und Dr. Ulrich Goll

203 Möltenort: Heidi Steenbeck und Prof. Dr. Oliver Müller

204 Nord: Christiane Enders und Rainer Weigel

205 Neuheikendorf: Barbara Lukoschek und Ralf Möller

Die UWH setzt sich für Heikendorf ein. Sachgerecht und ohne Parteibuch arbeitet sie als Verein mit den übrigen Parteien an Lösungen mit oder treibt sie voran. 

Unter anderem unterstützt sie das Konzept des Seniorenbeirates zum altersgerechten Wohnen. Sie macht sich für Familien stark, indem sie die Bauleitplanung für das Gymnasium vorantreiben wird, damit der Kreis Plön endlich mit dem Neubau beginnen kann. Und die UWH wird sich weiterhin für maßvolles Wachstum und bezahlbares Wohnen einsetzen, Gewerbeansiedlungen unterstützen und eine lokale Klimaschutzpolitik fördern.

Und das wurde veröffentlicht:


Meldung der UWH an die KN im Januar 2023
Stellungnahme der Unabhängigen Wählergemeinschaft Heikendorf, UWH zum Baugebiet Krischansbarg.

Die UWH sieht die Entwicklung des Krischansbarg in Heikendorfs aus mehreren Perspektiven:

- Aus Sicht der Heikendorfer

- Aus Sicht der Landesplanung, die Heikendorf als Stadtrandkern 1. Ordnung vorsieht

- Aus Sicht gesamtgesellschaftlicher Trends

1. Für Heikendorf ist ein Baugebiet in der von der BIG geplanten Größe von 650 Wohneinheiten ein neuer Stadtteil, der jegliches Maß sprengt. Die UWH hat schon zu Beginn der Planung mit der BIG die damals noch 450 Einheiten für zu viel gehalten. Planungen für Infrastruktur wie Verkehr, Wasser, Energie und vieles mehr müssten einen Zuwachs von rund 20% Bevölkerung verkraften. Diese sind aber noch nirgends in Auftrag gegeben. Hinzu kommt, dass bereits geplante und in Bau befindliche Wohnungen im Schulredder (60 WE) und auf dem Grundstück „Kählers Gasthof“ (34 WE) bei den Zuzugsplanungen noch nicht berücksichtigt sind. Ein nachhaltiges und bezahlbares Wachstum für alte und neue Heikendorfer ist das Ziel der UWH.

2. Um den Standort des Gymnasiums in Heikendorf langfristig zu sichern, setzt die UWH sich für den seit Jahren vorgesehenen Neubau des Kreisgymnasiums ein. Hierfür soll im Baugebiet Krischansbarg zumindest bis zur endgültigen Entscheidung über den Standort des Gymnasium-Neubaus eine entsprechende Fläche vorgesehen werden. Es gilt für die Gemeinde, schnell die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um damit das eindeutige Signal an den Kreis Plön zu senden, wo Heikendorf seinen Schwerpunkt als Stadtrandkern 1. Ordnung sieht.

3. Gesamtgesellschaftlich sieht die UWH eher ein Wohnraum- denn ein Wohnungsproblem. Zu viele, immer ältere Menschen leben zunehmend in zu viel Wohnraum. Dieser - durchaus verständliche - Trend ist seit Jahren ungebrochen und nur bundesweit politisch zu lösen. Die aktuelle Wohnungsbaupolitik der Regierung läuft aber wieder nach dem ewig gleichen Schema ab, - bauen, bauen, bauen. Dies ist keine nachhaltige Lösung, weder im Sinne der Menschen noch der Natur. - Die UWH setzt sich daher für Lösungen ein, die feiner justiert werden müssen, als durch große Baugebiete, z.B. durch altersgerechte und damit auch kleinere Wohnungen auf bestehenden, bereits bebauten Flächen möglichst in Heikendorf.

Und das wurde veröffentlicht: